Blumen aus Samen ziehen - 8 Tipps

Es gilt ein paar Tipps zu beachten, wenn man Pflanzen aus Samen selbst heranziehen möchte. Insbesondere das Thema Schnecken ist sehr kritisch bei der Anzucht. 

 

1

Samen immer in Töpfen anziehen

Auf den meisten Samentütchen steht "Aussaat direkt im Freiland möglich". Doch was man dabei nicht steht: Im Beet lauert vor allem die Schnecke. Und diese liebt frische kleine saftige Pflänzchen. Schnecken verspeisen die kleinen Pflänzchen in einem Haps - und lassen nichts von ihr über.

Daher: In einem Topf sind die jungen Pflänzchen sehr viel geschützter vor Schnecken. Insbesondere Töpfe mit einer scharfen Kante oder mit einem Rand, der sich nach außen wölbt, sind für Schnecken schwierig zu überwinden.

Sind die Pflänzchen erst einmal etwas größer, so sind sie für Schnecken meistens nicht mehr ganz so attraktiv. Zudem schafft es nicht mehr eine Schnecke allein die komplette Pflanze innerhalb nur einer Nacht zu fressen. 

 

2

Niemals austrocknen lassen

Die Samen und jungen Pflänzchen müssen permanent feucht gehalten werden. Sobald keimende Samen oder ganz junge Pflänzchen einmal ausgetrocknet sind, hat man praktisch keine Chance mehr. 

 

3

Keine zu kleinen Töpfe verwenden

Da es so wichtig ist, dass man die jungen Pflänzchen niemals austrocknen lässt, sollte man auf keinen Fall zu kleine Töpfchen verwenden. Gerade die klassischen Anzuchttöpfe neigen dazu sehr schnell vollständig auszutrocknen. Daher lieber einen größeren Topf verwenden, die gewünschte Samenmenge in diesem Topf anziehen und bei ausreichender Größe der Pflanzen rechtzeitig pikieren

 

4

Aussaaterde verwenden

Aussaaterde ist deshalb gut, weil sie nicht so viele Nährstoffe hat. Wurzeln bilden sich bei einer Pflanze, weil sie auf der Suche nach Nährstoffen ist. Bietet man bei der Anzucht eine zu nährstoffreiche Erde, bildet die Pflanze zu wenige Wurzeln aus. 

 

5

Nicht in die volle Sonne stellen

Stellt man die Saat-Töpfe in die volle Sonne, so besteht die Gefahr, dass sie direkt austrocknen. Daher: Lieber an einen sehr hellen Ort, der nicht in der vollen Sonne ist. 

 

6

Samen vorquellen lassen

Wenn man Samen 24 Stunden vor dem Aussäen in die Erde in Wasser einweicht, so keimen sie sehr viel einfacher. 

 

7

Samen rechtzeitig säen

Auf den Samentütchen ist stets eine Keimtemperatur angegeben. Außerhalb dieser Temperatur keimen die Samen nicht. Sät man Pflanzen mit einer Keimtemperatur zwischen 10 und 15 Grad z.B. erst im Sommer, werden die Samen nicht keimen. Erst im Herbst, wenn die Temperaturen kühler werden, zeigen sich plötzlich die kleinen Pflänzchen. Je nach Pflanze überstehen sie allerdings den Winter dann nicht. Daher: Stets rechtzeitig säen und lieber etwas zu früh als zu spät. 

 

Für den Anfang leicht zu keimende Samen verwenden

Besonders einfach keimen Kapuzinerkresse, Ringelblumen, Cosmeen, Akeleien und Studentenblumen.